Auf die Straße! Soforthilfe für Studierende statt Schuldenfalle


Die Corona-Pandemie macht die Studienfinanzierung für viele, die normalerweise ihr Studium finanzieren, indem sie nebenbei in der Gastronomie, dem Einzelhandel oder anderen beruflichen Richtungen tätig sind, zu einem großen Problem.

Während fast alle Bereiche der Wirtschaft mit Milliardenprogrammen unterstützt werden, gibt es trotz monatelanger Auseinandersetzung für Studierende lediglich minimale Erleichterungen – und die auch nur dann, wenn sie entweder BAföG bekommen oder einen der bestehenden Studienkredite haben / beantragen. So werden massenhaft Studierende in die Schuldenfalle getrieben:

Deshalb ziehen wir auf die Straße:

Selbstverständlich mit Abstand, Plakaten, Transpis und Instrumenten:

Von der Fachschaft unterstützte Kampagne „Solidarsemester“

Eure Fachschaft

Start des A-Praktikums in Präsenz

Wir sind froh, dass trotz der Corona-Krise eine verantwortbare Möglichkeit gefunden wurde, das Praktikum in Präsenz wieder zu starten. Los geht es Ende Mai.

Wir wissen aber auch, dass die ständige Planungsunsicherheit für viele eine Herausforderung ist. Viele haben in diesem Semester schon einen vollen Stundenplan und eine noch vollere To-Do-Liste, die Semesterferien sind teilweise bereits verplant, aber es ist unklar, was noch wieder über den Haufen geworfen werden wird.

Angesichts dessen wollen wir auf zweierlei explizit hinweisen:

Verzettelt euch nicht!
Es ist gar kein Problem, Dinge ins nächste Semester zu schieben. Wenn ihr befürchtet, dadurch in finanzielle Probleme zu geraten: Auch wenn wir nichts versprechen können, gibt es in den meisten Fällen eine Lösung. Dazu haben wir hier eine Reihe von Hinweisen zusammengestellt.
Noch besser ist ein persönliches Gespräch. Unter dem Link findet ihr (außer der Fachschaft auch noch weitere) Ansprechpartner dafür.

Die Terminplanung des Praktikums ist nicht in Stein gemeißelt!
Was immer gilt, gilt derzeit umso mehr: Wenn ihr einen Termin verschieben wollt, Schwierigkeiten mit der Abgabe habt, meldet euch!
Macht dies nicht nur in absoluten Notfällen oder erst, wenn es quasi schon zu spät ist. Alle Beteiligten rechnen damit, dass es einiges an Verschiebebedarf geben wird und dies sollte in der Regel auch kein Problem darstellen.

Hier ein paar Hinweise dazu:

  • Bitte koordiniert euch in den Gruppen. Termine ganzer Gruppen können in der Regel problemlos verschoben werden, Termine einzelner Studierender nicht. (Das wäre auch nicht sinnvoll, da die Gruppen ja als Team durch das Praktikum gehen.)
  • Bitte sprecht euch innerhalb der Gruppe ab und wendet euch dann mit einem abgesprochenen Wunsch per Mail an eure*n Praktikumsbetreuer*in.
  • Noch besser als eine reine Terminverschiebung sollte in der Regel ein Termintausch von zwei Gruppen klappen. Bitte sprecht euch dafür ebenfalls im Vorfeld mit allen Beteiligten aus allen betroffenen Gruppen ab und schreibt in einer gemeinsamen Mail beide betroffenen Praktikumsbetreuer*innen an.
  • Zur Vorab-Koordination und zur Suche von Termintausch-Partner-Gruppen hat die Fachschaft im Online-Foyer einen eigenen Kanal eingerichtet.

Online-Vollversammlung der Physik: Lehre in der Corona-Krise: Aktueller Stand und Perspektive +++ Beschluss einer Satzung der Fachschaft

Meeting of all physics students: Studying in Corona times: How does it work out? & perspectives +++ Statute of the Physics Student Council

English version


Montag, 25.5., 14 Uhr
ZOOM-Meeting

1) Beschluss einer Satzung der Fachschaft
2) Studieren während Corona: Wie läuft’s? & Perspektiven


Vorschlag für die Tagesordnung

1) Beschluss einer vorläufigen Satzung der Fachschaft Physik
Auf Grund geänderter Vorschriften müssen sich alle Fachschaften der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erstmals eine Satzung geben. Die Satzung der Fachschaft regelt die demokratischen Grundlagen der studentischen Interessenvertretung in der Physik, wie über Gelder entschieden wird usw.
Ja, „Satzung“ klingt erstmal trocken, sie ist aber notwendig – nicht nur für den hoffentlich nie eintretenden Fall einer demokratischen Krise. Wir haben eine Satzung entworfen, die sich an der bisherigen Praxis orientiert, die demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten aller Physikstudierenden garantiert und hoffentlich zu einem noch lebendigeren Leben in der Physik führt. Den Entwurf findet ihr hier.

2) Studieren während Corona: Wie läuft’s? & Perspektiven
In den letzten Wochen ist viel in Bewegung gesetzt worden, um trotz der gegebenen Umstände einen halbwegs erfreulichen Start ins Semester zu ermöglichen. Die Fachschaft war dabei stark eingebunden in die Gestaltung der online-Lehre und die Anpassung der Regelungen für Prüfungen. Zudem haben wir versucht mit Aktivitäten wie der Einrichtung des Online-Foyers, das Seminar Physik & Ethik usw. auch das informelle, sportliche, politische und kulturelle Leben aufrecht zu erhalten. Inzwischen laufen die ersten Planungen für eine teilweise Rückkehr zum Präsenzbetrieb.
Wir wollen Zwischenbilanz ziehen, diskutieren, was bisher gut gelaufen ist und welche Probleme noch angegangen werden müssen.
Wir werden vom aktuellen Stand der Debatte für die Gestaltung der Lehre in den nächsten Monaten berichten und wollen gemeinsam diskutieren, worauf es dabei ankommt und wofür wir uns dabei einsetzen wollen.

3) Verschiedenes


Stimmberechtigt bei der Vollversammlung sind alle in Bachelor- Master, Lehramts- und Promotionsstudiengänge eingeschriebenen Studierenden der Physik. Das Protokoll findet sich hier.

Kommt alle, es geht um viel und niemand ist verzichtbar!

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Physik & Ethik: Klimakrise – wie sollen wir damit umgehen? Ein Blick in die aktuelle philosophische Debatte

Logo Physik und Ethik

Montag, 11.5., 17.45 Uhr
Zoom Meeting ID: 943 5707 5327, Password: 048369

Beispielhaft wollen wir uns mit drei Essays auseinandersetzen, die an diese Frage unterschiedlich herangehen.
Christian Geulen betont in „Die Krise als Konsens“ (August 2019), dass wir aktuell generell in einer krisenhaften Zeit zu leben scheinen und fragt, wohin die aufgeheizte politische Rhetorik uns führen mag.
Léna Balaud und Antoine Chopot argumentieren in „Dem Wald folgen“ (November 2018) für eine Ausweitung des Solidaritätsbegriff, der die Natur mit einschließt.
Baptiste Morizot schließlich fragt in „Heimweh ohne Exil“ (Januar 2019), ob wir uns in einer sich verändernden Welt noch heimisch fühlen können oder ob wir durch die Klimakrise zu Exilanten in unserer eigenen Heimat werden.

Ellen Möller stellt zunächst die Grundgedanken der Essays vor; im Anschluss wird es genügend Raum für eine gemeinsame philosophische Diskussion geben.