Hinweise zur Planung des Wintersemesters 23/24

Jenseits des Üblichen gibt es im kommenden Semester eine ganze Reihe von Veranstaltungen, in denen man die Physik ein bisschen anders kennenlernen kann, interdisziplinär mit Studierenden anderer Fächer zusammen arbeitet oder selbst Hand anlegt. Bis auf eine Ausnahme sind sie alle auf Anregung oder unter Mitwirkung von Physik-Studierenden entstanden:

Projektpraktikum

6 CPs im Studium Integrale

Im Projektpraktikum erarbeiten Studierende die Ziele, konzipieren die dafür benötigten Experimente und bauen diese selbst. Das Ganze geschieht in Kleingruppen und in enger Betreuung durch erfahrene Praktikumsassistenten. Da es keinen vorgefertigten Lösungsweg gibt, sind dabei Basteln, Ausprobieren, aber möglicherweise auch gelegentliches Scheitern Teil des Projektpraktikums. Am Ende werden die Ergebnisse, aber auch die über das Semester gesammelten Erkenntnisse vorgestellt.

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Seminar zu Umwelt- und Friedensphysik

3 CPs

Sowohl Umwelt- als auch Friedenswissenschaft sind auf naturwissenschaftliche Expertise angewiesen. Laut Gutachten des Wissenschaftsrates von 2019 ist diese Expertise aber an deutschen Hochschulen zunehmend rückläufig, gleichzeitig wird sie angesichts der aktuellen Krisen offensichtlich mehr und nicht weniger gebraucht. Bei genauerem Blick auf die Kölner Physik stellt sich heraus, dass ein Großteil der gesuchten Physik in Köln in Forschung und Lehre vertreten ist – nur oft in einem anderen Kontext. Gleichzeitig gibt es in der Jura, der Chemie, der Medizin und am Forschungszentrum Jülich Anknüpfungspunkte. In diesem Seminar wollen wir uns genauer ansehen, was es in Köln gibt und welche Rolle dies für die Umwelt- und Friedenswissenschaft spielen könnte.

Das Seminar ist noch in Vorbereitung. Regelmäßig aktualisierte Infos hier.

50.000 Jahre Menschheitsgeschichte: eine Einführung in radiometrische Zeitskalen

3 CPs im Studium Integrale, im Wahlfach, im Elective, Primay oder Secondary Nuclear, Practical Training II; 2 CPs in der MathNat-Grundlegung

Dieses Seminar wird gemeinsam von Dozierenden aus Archäologie und Physik organisiert und richtet sich an Studierende beider Fächer. Es geht darum, wie die Kernphysik zur Datierung archäologischer Funde und anderen Entschlüsselungen beitragen kann und warum die Archäologie sich überhaupt so genau für diese Fragen interessiert:

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Inklusion in MINT-Kontexten

3 CPs in der MathNat-Grundlegung bzw. im Studium Integrale

Die Idee dieser Veranstaltung ist, Inklusion und Heterogenität mit MINT zu verknüpfen, unterschiedliche Ansätze miteinander in Beziehung zu setzen, Herausforderungen und Chancen zu diskutieren und Anregungen für den zukünftigen inklusiven MINT-Unterricht zu bieten. Das Seminar wird interdisziplinär stattfinden und Themen von dem allgemeinenen Inklusionsbegriff bis hin zu den Anforderungen für die Unterrichtsplanung thematisieren. Insbesondere werden spezifische Herausforderungen und Chancen von Inklusion in Mathe und den Naturwissenschaften thematisiert. Zur Gewährleistung möglichst vielfältiger Perspektiven werden Kolleg*innen aus den MINT-Fachdidaktiken und -wissenschaften sowie der Sonderpädagogik, Bildungswissenschaften sowie der Schulpraxis eingebunden, um spezifische Herausforderungen und Chancen von Inklusion in Mathe und den Naturwissenschaften zu thematisieren. Ziel ist es dabei auch Verbindungen zwischen den Fächern herzustellen und Studierenden zu ermöglichen sich interdisziplinär zu vernetzen.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt: An zwei Wochenenden werden ausgehend von Inputs der eingeladenen Expert*innen in Gruppen Poster zu selbst gewählten Fragestellungen aus dem Kontext des Seminars erarbeitet und in einer öffentlichen Postersession im Januar präsentiert.

Der Präsentationstermin wird gemeinsam am ersten Blocktag im Dezember festgelegt.
Die Blocktermine finden im ETP (https://lageplan.uni-koeln.de/#!326) statt.

Fr., 8.12., 14-20 Uhr: Konferenzraum 0.02
Sa., 9.12., 9-20 Uhr: Seminarraum 0.03

Fr., 12.1., 14-20 Uhr: Konferenzraum 0.02
Sa., 13.1., 9-20 Uhr: Seminarraum 0.03

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Workshop zu ethischen Fragen der Quantentechnologie

Nach der Veranstaltungsreihe letztem Semester zur Entwicklung neuer Technologien am Beispiel von Quantencomputern, wollen wir abschließend einen Workshop machen um Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Idee ist, einen Code of Conduct für eine ethische Entwicklung von Quantentechnologien, auf Grundlage der Veranstaltungsreihe.

Der Workshop wird stattfinden als Blockseminar Fr., 20.-So., 22.10. Genauere Planung kommt noch, hier gibt es laufend aktualisierte Infos.

Ökosystemerhaltung als Weg in der Klimakrise: hands-on-Blockseminar

3 CPs im Studium Integrale

Das Seminar vereint Theorie und Praxis des Naturschutzes und seiner Rolle in der Klimakrise. Es findet in Kooperation mit dem Deutschen Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) statt. Das heißt, wir lernen nicht nur, nach welchen Regeln und mit welchen Überlegungen der BUND in den zwei geretteten Naturschutzgebieten „Dellbrücker Heide“ und der „Sürther Aue“ Natur- und Artenschutz betreibt, sondern auch deren praktische Umsetzung und packen mit an. Einführend werfen wir gemeinsam mit den Referent*innen des BUND einen Blick auf den aktuellen Stand der Klimakrise und setzen sie mit dem gegenwärtigen Artensterben und der damit verbundenen Biodiversitätskrise ins Verhältnis.

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