Switch your Cameras on again

The show must go on

Die Hoffnungen waren groß, dass nach einem ganzen Sommersemester in online dieses Semester zumindest teilweise wieder in Präsenz stattfinden könnte; die Uni hatte in den Semesterferien viel Aufwand in Hygienekonzepte gesteckt, die auch der absehbar kommenden zweiten Corona-Welle angemessen sein würden und bis Freitag vor Vorlesungsbeginn wurde fleißig Präsenz geplant. Allerdings kam dann eine Intervention der Stadt, die sich über zu volle Straßenbahnen sorgte, und die Präsenzpläne wurden für den November ausgesetzt.

Nun wurde dieser Lockdown der Uni in letzter Sekunde bis Ende März verlängert. Einerseits finden wir diese Entscheidung höchst problematisch: Einerseits ist es unsachgemäß, jetzt eine Entscheidung bis Ende März treffen zu wollen. Andererseits ist diese weitreichende Entscheidung trotz zahlreicher Positionierungen, Briefe zum Thema, Corona-konforme Herrichtung studentischer Arbeitsplätze etc. ohne Diskussion in der Uni vom Rektorat gefällt worden, obwohl ein ganzer Monat Zeit für diese Debatte gewesen wäre. Andererseits hat anscheinend wieder die Stadt interveniert.

Immerhin, in der Mail steht auch: „Sollten sich in der Zwischenzeit Spielräume für Lockerungen ergeben, wird die Universität diese selbstverständlich nutzen.“ Und es gibt die Aufforderung, die Webseite für Änderungen im Blick behalten. Gleichzeitig werden wir dieses autokratische Agieren nicht hinnehmen. Wir werden uns bei unserer nächsten Fachschaftssitzung am Freitag um 2 darüber beraten. Kommt dazu!

Dennoch: Die Uni ist die ganze Zeit nicht ganz zu: Die ganze Zeit hat die Mensa geöffnet und ist gar nicht so leer und seit Kurzem gibt es einen Kicker an der Physik. Gerade an unserer Fakultät finden die ganze Zeit gar nicht mal so wenige Laborpraktika statt. In der Forschung gibt es eh die ganze Zeit ziemlich viel Präsenz, vor allem da, wo es um Labore geht. Bei alle dem ist es bisher nicht zu nachweisbaren Ansteckungen gekommen, obwohl die Uni eine eigene Rückverfolgung betreibt, die im Gegensatz zur Rückverfolgung der Gesundheitsämter funktioniert.

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