Quatschen, kickern usw.

nach der Experimentalphysik I-Klausur

bei Kaffee, Hot Dogs, veganen Waffeln, Bier…

Di, 21.2., ab 16 Uhr
Foyer, Schlauch Richtung Chemie / Park

Resolution der Fachschaft für atomare Abrüstung

„Alle hatten ihre Hände vor sich hängen, ihre Kleider zerfetzt und einige von ihnen waren praktisch nackt. Zwischen ihnen waren Männer, ihr Körper übersät mit Glassplittern, ihre Kleidung verbrannt, die Hautabgeschürft. Ebenso Frauen, deren Augen aus ihren Augenhöhlen quollen und deren Körper von Blut bedeckt waren. Überall lagen die Innereien neben den Körpern der Toten. Der Körper einer Mutter und ihres Babys, beide stark verbrannt, lagen am Straßenrand. Ich hörte ein Baby schluchzen – noch heute höre ich das Weinen des Babys. […] Was wir damals nach der Bombardierung erlebt haben, war genau das: ‚Die Hölle auf Erden.‘“

(TAKAHASHI Akihiro, Überlebender des Atombombenabwurfes auf Hiroshima[1])

72 Jahre nach dem Atombombenangriff auf Hiroshima und Nagasaki gibt es immer noch ungefähr 14.900 Nuklearwaffen auf der Welt[2]. Der Einsatz eines Bruchteils dieses Arsenals könnte katastrophale Folgen für das Leben aller Menschen haben. Diese Gefahr ist den meisten Menschen in Deutschland bekannt[3]. und auch die Bundesregierung bekennt sich „zu dem Ziel, die Bedingungen für eine nuklearwaffenfreie Welt zu schaffen“[4]. Trotzdem hat die Bundesregierung im Sinne der NATO-Doktrin am 27. Oktober 2016 gegen die Aufnahme von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot gestimmt. Dagegen hat eine große Mehrheit von 123 Staaten für die Aufnahme der Verhandlungen gestimmt, die laut UN-Generalsekretär Guterres notwendig sind, „um Rationalität und diplomatische Lösungen zu gewährleisten, Sicherheit durch friedliches Handeln zu fördern und die Instrumente zu entwickeln, die wir brauchen, um Zuversicht, Vertrauen und internationale Stabilität zu entwickeln.“[5]

Es ist die Verantwortung und Aufgabe der Wissenschaft und der Hochschulen sich für Aufklärung, Völkerverständigung, Frieden und Menschlichkeit zu engagieren.

Wir fordern die Bundesregierung auf, für eine atomwaffenfreie Welt zu wirken, indem sie sich tatkräftig einsetzt

  • gegen die im Rahmen der NATO geplante Nuklearwaffen-Modernisierung,
  • für den Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen und
  • für diplomatische Schritte auf allen Ebenen mit dem Ziel einer Ächtung von Nuklearwaffen.

Es ist an der Zeit, den Weg für die Abschaffung und die völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen freizumachen.
„Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen, eine beständige Ausweitung von Glück, Wissen und Weisheit. Sollen wir stattdessen den Tod wählen, bloß weil wir unsere Streitereien nicht vergessen können? Wir wenden uns als Menschen an unsere Mitmenschen: Erinnert Euch Eures Menschseins und vergesst alles andere! Wenn Ihr das vermögt, dann öffnet sich der Weg zu einem neuen Paradies. Könnt Ihr es nicht, dann droht Euch allen der Tod.“

(letzter Absatz des Russell-Einstein Manifestes)

[1] zitiert nach der Peace Database des Hiroshima Peace Memorial Museum, das die Folgen der Atombombenabwürfe wissenschaftlich dokumentiert; eigene Übersetzung
[2] Studie der Federation of American Sceintists vom Januar 2017
[3] FORSA Umfrage vom März 2016
[4] Aktuelles Weißbuch der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik von 2016
[5] UN-Generalsekretär António Guterres auf der „Conference on Disarmament“ in Genua, 24.1.2017; eigene Übersetzung

Physik und Ethik: Human Enhancement

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Montag, 6.2., 17.45 Uhr Seminarraum Neue Theorie
Input: Peter Rossa
Entwicklungen in der Medizin und den Wissenschaften eröffnen neue Wege das Leben des Menschen zu gestalten. So wird bspw. nach Methoden gesucht, die Notwendigkeit zu schlafen einzuschränken, den Alterungsprozess entweder zu verlangsamen oder gar ganz zu stoppen. Derartige Möglichkeiten der (vermeintlichen) Verbesserungen werden oft unter der Parole des Human Enhancement zusammengefasst.

Im Zuge des Seminars sollen einige gängige bzw. relevante Begriffe betrachtet und Argumente anhand konkreter Beispiele untersucht werden sowie mögliche Konsequenzen, die Human Enhancement für Gesellschaft und Wissenschaft haben kann, diskutiert werden.

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Physik und Ethik: Das Einstein-Russell-Manifesto

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Montag, 16.1., 17.45 Uhr Seminarraum Neue Theorie

Am 9. Juli 1955 übergab Bertrand Russell der Presse eine Stellungnahme zur nuklearen Kriegsführung, die als Russell-Einstein-Manifest in die Geschichte eingegangen ist. Der Text fußt unter anderem auf Gesprächen mit Albert Einstein, der seine Unterschrift für die Erklärung noch in den letzten Tagen seines Lebens gegeben hatte. Unterschrieben haben 10 Nobelpreisträger, diese legten damit den Grundstein für die Pugwash-Konferenz.

Im Rahmen dieses Seminars wollen wir sowohl über den historischen Rahmen in dem das Manifest verfasst worden ist, seine Nachwirkung auf die Welt, als auch über seine Aktualität diskutieren.

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Wählen gehen bis Freitag!

Im Gegensatz zu vielen anderen Institutionen, Unternehmen usw. ist die Uni weitgehend selbst verwaltet. Sie entscheidet selbst, wofür sie Geld ausgibt, wer hier arbeitet, welche Fachbereiche ausgebaut werden, wie die Studiengänge aussehen, die Gebäude ausgestattet sind etc.
Diese Entscheidungen werden von den Gremien der Uni getroffen und diese Woche wählt Ihr, wer in diesen Gremien sitzt!

Es lohnt sich also, die Programme anzusehen und wählen zu gehen, Eure Stimme hat direkten Einfluss auf eure täglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Außerdem spielt die Uni gesellschaftlich eine große Rolle: Hier wird Wahrheit produziert, hier werden Problemlösungen erarbeitet und es ist höchst umstritten, in wessen Sinne.

Also: Geht wählen!
Die Urnen stehen überall und ihr habt noch bis Freitag, 16.12. Zeit

Wer noch Orientierung sucht:

  • Kurze Einführung in die Hochschulpolitik und den Aufbau der Universität zu Köln
  • Wahlzeitung: Hier findet Ihr alle Gremien erklärt, Musterwahlzettel und die Selbstdarstellungen der kandidierenden Gruppen
  • Wahl-O-Mat für Eilige: 32 Fragen beantworten, eine Wahlempfehlung bekommen. Hinweis: Fahrt auf der Ergebnisseite über die Tabelleneinträge, dann werden die Antworten der einzelnen Hochschulgruppen angezeigt.

Und: Fragt die Leute, die Wahlkampf machen!