Physik & Ethik: Kernwaffen und Abrüstung

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Montags, 17.45 Uhr
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Kernwaffen: 70 Jahre Streit um Abrüstung

Montag, 25.5.
Input: Svenja Wilden, Volker Ossenkopf-Okada, Christos Christou

Im ersten Teil des Seminarkapitels zur Kernwaffen, Friedensforschung und Verifikation werden wir zunächst die physikalischen Grundlagen rekapitulieren, indem der prinzipielle Aufbau der verschiedenen Typen von Kernwaffen wiederholt wird, dann wird die Geschichte der Abrüstungsbemühungen der letzten Jahre und Jahrzehnte und der aktuelle Stand zur Verbreitung von Kernwaffen kurz zusammengefasst, um zuletztzum Hauptdiskussionspunkt des Abends zu kommen: Worin liegt die strategische, diplomatische und vor allem zivilisatorische Rolle von Nuklearwaffen und was sind Perspektiven der Abrüstung, insbesondere angesichts des Atomwaffenverbotsvertrages von 2017 und der jüngsten Debatte über die Stationierung von US-Kernwaffen in Deutschland?

Ein möglicher Weg zu Global Zero? – Konzept und Entwicklungen der nuklearen Abrüstungsverifikation

Montag, 8.6.
Input: Jan Geisel-Brinck (C. F. v. Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung Hamburg)

Allen Bemühungen um die Abschaffung von Atomwaffen zum Trotz existieren heute etwa 15000 dieser zerstörerischen Massenvernichtungswaffen. Eine Möglichkeit zur Reduktion dieser Zahl oder gar zur Abschaffung aller Atomwaffen (sog. „Global Zero“) bieten multilaterale Verträge zwischen den Atomwaffenstaaten. Sie erfordern jedoch gleichzeitig Maßnahmen, die gegenseitiges Vertrauen herstellen.

Eine Möglichkeit dafür sind gegenseitige Inspektionen, die bestätigen, dass die Vertragspartner wie vereinbart abrüsten. Die Krux bei der Sache: Das Auseinandernehmen der Atomwaffen fördert Details über deren Aufbau zu Tage. Auf Grund militärischer Geheimhaltung wird es deshalb ausländischen Inspektor*innen aber unter keinen Umständen erlaubt sein, die Abrüstung zu beobachten. Wie jedoch können Inspektor*innen eine Abrüstung bestätigen, die sie nie selbst gesehen haben?

Konzepte und Methoden hierzu werden aktuell u.a. im Rahmen der sog. International Partnership on Nuclear Disarmament Verification (IPNDV) von Vertreter*innen aus mehr als 25 Ländern erarbeitet.

Die bisherigen Ergebnisse sollen vorgestellt und ihre Stärken und Schwächen diskutiert werden.

Kissinger- oder Snowden-Professur? – Perspektiven für den Ausbau der Friedenswissenschaft

Montag, 15.6.
Input: Jan Geisel-Brinck, Stefan Brackertz

2019 hat der Wissenschaftsrat den Ausbau naturwissenschaftlicher Friedensforschung gefordert. Wir wollen zunächst die Begründung dieser Forderung und der Haupt-Kontroversen um die Entwicklung der Friedens- und Konfliktforschung in den letzten Jahren kurz vorstellen. Auch angesichts zusätzlicher Mittel der Hochschulen wollen wir vor diesem Hintergrund Perspektiven für den Ausbau der (naturwissenschaftlichen) Friedensforschung diskutieren und dabei auch der Frage nachgehen, wie interdisziplinäre Forschung und Lehre sinnvoll gestaltet werden können.

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