Wählen gehen bis Freitag!

Im Gegensatz zu vielen anderen Institutionen, Unternehmen usw. ist die Uni weitgehend selbst verwaltet. Sie entscheidet selbst, wofür sie Geld ausgibt, wer hier arbeitet, welche Fachbereiche ausgebaut werden, wie die Studiengänge aussehen, die Gebäude ausgestattet sind etc.

Wichtige Auseinandersetzungen im letzten Jahr waren z.B., wie sich die Uni zu den von der Landesregierung geplanten Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen positioniert, ob die dezentralen Bibliotheken geschlossen werden, ob NCs abgeschafft werden, mehr Mitarbeiter*innen die Perspektive eines dauerhaften Jobs geboten wird, wie man damit umgeht, dass ein ehemaliges Mitglied der Uni in der Türkei Repressionen erleidet, weil er einen Friedensappell unterzeichnet hat.

Diese Entscheidungen werden von den Gremien der Uni getroffen und diese Woche wählt Ihr, wer in diesen Gremien sitzt!

Es lohnt sich also, die Programme anzusehen und wählen zu gehen, Eure Stimme hat direkten Einfluss auf eure täglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Außerdem spielt die Uni gesellschaftlich eine große Rolle: Hier wird Wahrheit produziert, hier werden Problemlösungen erarbeitet und es ist höchst umstritten, in wessen Sinne.

Also: Geht wählen!
Die Urnen stehen überall und ihr habt noch bis Freitag, 15.12. Zeit.

Wer noch Orientierung sucht:

Und: Fragt die Leute, die Wahlkampf machen! (Darunter werdet Ihr auch Bekannte von den Fachschaftsaktiven finden.)

Di., 21.11.: Demonstration gegen die geplanten Studiengebühren

Di., 21.11., 9.45 Uhr: Gemeinsame Anfahrt aus Köln, Treffpunkt: Domtreppen
11.00 Uhr: Start der Demo am Düsseldorfer DGB-Haus
14.00 Uhr: Gemeinsamer Besuch der öffentlichen Sitzung des Wissenschaftsausschusses des Landtages

Bildungsautomat
Das Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren (ABS) ruft mit vielen Bündnispartnern in NRW zur Demonstration gegen Studiengebühren auf. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf will Studiengebühren für Nicht-EU/-EWR Studierende einführen.

In Baden-Württemberg wurde eine solche Campus-Maut zum WS 2017/18 bereits eingeführt. Mit verheerenden Folgen. Der Anteil von Neu-Immatrikulierten aus dem nicht-europäischen Ausland brach deutlich ein. Die Hochschulen dort fürchten nun um ihre Internationalität.

Bildung ist aber keine Ware, sondern ein Menschenrecht, welches allen Menschen gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Egal woher sie kommen – und wohin sie gehen.

Studiengebühren verschärfen die wirtschaftliche und soziale Krise des Bildungssystems. Sie sind nicht dazu geeignet, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen zu beseitigen.

Dem Argument der Gebührenbefürworter, ausländische Studierende würden nach Absolvierung ihres Studiums Deutschland wieder verlassen und deswegen „keinen Anspruch auf die Förderung durch das deutsche Sozialsystem“ haben, muss in den Zeiten von zunehmendem Rechtspopulismus deutlich entgegen getreten werden.

Daher – kommt alle zur Demo

Infobroschüre zu den geplanten Gebühren

Physik & Ethik: Ökonomische Ungleichheit und Steuern in Deutschland

Logo Physik und Ethik

Montag, 13.11., 17.45 Uhr
Seminarraum Neue Theorie

Input von Dietrich Stauffer

Laut der Studie des internationalen Verbundes Oxfam vom Anfang dieses Jahres wissen wir, dass 8 Männer so viel wie die ärmere  Hälfte der Weltbevölkerung besitzen. Diese ärgerliche Entwicklung legt die Annahme nahe, dass wir in einer Welt leben, die immer ungleicher wird.

Im Seminar wollen wir aufbauend u.a. auf der Analyse von Thomas Piketty die Situation in Deutschland nicht nur analysieren, sondern auch die Möglichkeit eines Steuersystems, das der Mehrheit dient, diskutieren.

Dabei wollen wir auch diskutieren, ob bestimmte Methoden, die seit Langem in der Physik entwickelt werden, (z.B. zur Analyse von Stabilität und Kritikalität) zum Verständnis volkswirtschaftlicher Zusammenhänge nützlich sein können.

 

Gegen Studiengebühren: Stellungnahme, Kundgebung, Öffentliche Senatssitzung

Kundgebung: Mi., 26.7., 12.30–13.00 Uhr, Albertus-Magnus-Platz
anschließend:
Öffentliche Senatssitzung mit Debatte über eine Stellungnahme der Universität gegen die geplanten Gebühren


Stellungnahme der Teilnehmer*innen der Fachschaftenkonferenz der Universität zu Köln am 19.7.2017

2010 wurden die Studiengebühren in NRW aufgrund der Proteste der Studierendenschaft für das im UN-Sozialpakt verbriefte Recht aller auf freie Bildung nach weniger als einer Legislaturperiode wieder abgeschafft. Die neue Landesregierung plant nun, Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen in Höhe von 1500 € pro Semester einzuführen.

Wir lehnen Studiengebühren in jeder Form ab. Weiterlesen

Hörsaalkino: G20 – Und jetzt?

Der G20-Gipfel hinterlässt bei vielen Menschen Ratlosigkeit:
Was bedeuten die Ereignisse für zukünftige Proteste in Deutschland und
europaweit?

Darüber wollen wir an Hand von zwei Filmen mit euch diskutieren:

Donnerstag, 20.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt. Der Film zeigt die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.

 

Dienstag, 25.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ein deutscher Dokumentarfilm von 1967 über den Staatsbesuch des Schah-Ehepaars Mohammad Reza Pahlavi und Farah Diba in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Staatsbesuch führte bei der Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin zu polizeilichen Ausschreitungen gegen Demonstranten, in deren Verlauf der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen wurde.