Gegen Studiengebühren: Stellungnahme, Kundgebung, Öffentliche Senatssitzung

Kundgebung: Mi., 26.7., 12.30–13.00 Uhr, Albertus-Magnus-Platz
anschließend:
Öffentliche Senatssitzung mit Debatte über eine Stellungnahme der Universität gegen die geplanten Gebühren


Stellungnahme der Teilnehmer*innen der Fachschaftenkonferenz der Universität zu Köln am 19.7.2017

2010 wurden die Studiengebühren in NRW aufgrund der Proteste der Studierendenschaft für das im UN-Sozialpakt verbriefte Recht aller auf freie Bildung nach weniger als einer Legislaturperiode wieder abgeschafft. Die neue Landesregierung plant nun, Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen in Höhe von 1500 € pro Semester einzuführen.

Wir lehnen Studiengebühren in jeder Form ab. Weiterlesen

Hörsaalkino: G20 – Und jetzt?

Der G20-Gipfel hinterlässt bei vielen Menschen Ratlosigkeit:
Was bedeuten die Ereignisse für zukünftige Proteste in Deutschland und
europaweit?

Darüber wollen wir an Hand von zwei Filmen mit euch diskutieren:

Donnerstag, 20.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt. Der Film zeigt die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.

 

Dienstag, 25.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ein deutscher Dokumentarfilm von 1967 über den Staatsbesuch des Schah-Ehepaars Mohammad Reza Pahlavi und Farah Diba in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Staatsbesuch führte bei der Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin zu polizeilichen Ausschreitungen gegen Demonstranten, in deren Verlauf der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen wurde.

 

Physik & Ethik: Physik und gesellschaftliche Verantwortung

Logo Physik und Ethik

Montag, 10.7., 17.45 Uhr
Seminarraum Neue Theorie

Input von Jürgen Altmann (Physiker und Friedensforscher an der TU Dortmund)

Die klassische Vorstellung, Physiker/innen erforschten ja nur Grundlagen und seien für technische Anwendungen und deren Konsequenzen nicht mehr zuständig, lässt sich spätestens seit der Atombombe, aber auch mit dem Klimawandel, nicht mehr aufrechterhalten. Verantwortung besteht auf verschiedenen Ebenen; sie wahrzunehmen, braucht sowohl Faktenwissen als auch Orientierungswissen. Das erstere liegt uns nahe, das letztere muss in einem gesellschaftlichen Diskurs erarbeitet werden und entwickelt sich über die Zeit. Naturwissenschaftler/innen sollten darin eine wichtige, aber nicht die führende Rolle spielen. Physiker/innen sollten zunächst die möglichen Folgen ihrer je eigenen Facharbeit im Blick haben, aber sich auch mit den allgemeinen Problemen der technischen Zivilisation beschäftigen; Verantwortungsfragen sollten systematisch in die Lehre aufgenommen werden. Der Vortrag behandelt das Themenfeld an Hand verschiedener militärischer sowie ziviler Fallbeispiele.

 

GPK am Di., 11.7.: Playing Bell’s game: quantum entanglement vs. local realism

Di., 11.7., 16.45 Uhr
Hörsaal III
Referent: Tim Hugo Taminiau

Quantum entanglement is one of the most intriguing phenomena in physics. Two particles that are entangled must be described as a single entity even when they are far apart. A measurement on one particle appears to have an instantaneous influence on the other particle. In this talk I will discuss our experiment with electron spins in diamond entangled over 1.3 km, which directly pitches this “spooky” non-locality of entanglement against local realism, the worldview that “the world is made up of real stuff changing only through local interactions”.

Programm des GPK

Physik und Ethik: Friedliche Forschung – Die Wissenschaft zwischen Militär und Fortschritt

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Montag, 26.6., 17.45 Uhr
Seminarraum Neue Theorie

Jeden Tag werden überall auf der Welt Entdeckungen gemacht. Die Wissenschaft schreitet auf allen Gebieten voran. Neue bahnbrechende Technologien bereichern das Leben aufs Neue, Tag für Tag. Doch zur gleichen Zeit werden die Konflikte auf dieser Welt immer heftiger und die Waffensysteme, mit denen sie geführt werden, immer extremer. Dabei steht der Einsatz zur Forschung für den Frieden in keinem Verhältnis zu den Aufwendungen zum Krieg.

Daher stellt sich die Frage: Ist es möglich sicher zu stellen, wofür wissenschaftliche Erkenntnisse verwendet werden? Ist es moralisch, auf Ergebnisse zurück zu greifen, die aus militärischem Interesse oder für Kriegszwecke erarbeitet wurden? Und gibt es überhaupt eine Verantwortung der Wissenschaftler bezüglich für ihre Forschung?