Di., 21.11.: Demonstration gegen die geplanten Studiengebühren

Di., 21.11., 9.45 Uhr: Gemeinsame Anfahrt aus Köln, Treffpunkt: Domtreppen
11.00 Uhr: Start der Demo am Düsseldorfer DGB-Haus
14.00 Uhr: Gemeinsamer Besuch der öffentlichen Sitzung des Wissenschaftsausschusses des Landtages

Bildungsautomat
Das Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren (ABS) ruft mit vielen Bündnispartnern in NRW zur Demonstration gegen Studiengebühren auf. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf will Studiengebühren für Nicht-EU/-EWR Studierende einführen.

In Baden-Württemberg wurde eine solche Campus-Maut zum WS 2017/18 bereits eingeführt. Mit verheerenden Folgen. Der Anteil von Neu-Immatrikulierten aus dem nicht-europäischen Ausland brach deutlich ein. Die Hochschulen dort fürchten nun um ihre Internationalität.

Bildung ist aber keine Ware, sondern ein Menschenrecht, welches allen Menschen gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Egal woher sie kommen – und wohin sie gehen.

Studiengebühren verschärfen die wirtschaftliche und soziale Krise des Bildungssystems. Sie sind nicht dazu geeignet, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen zu beseitigen.

Dem Argument der Gebührenbefürworter, ausländische Studierende würden nach Absolvierung ihres Studiums Deutschland wieder verlassen und deswegen „keinen Anspruch auf die Förderung durch das deutsche Sozialsystem“ haben, muss in den Zeiten von zunehmendem Rechtspopulismus deutlich entgegen getreten werden.

Daher – kommt alle zur Demo

Infobroschüre zu den geplanten Gebühren

Physik & Ethik: Ökonomische Ungleichheit und Steuern in Deutschland

Logo Physik und Ethik

Montag, 13.11., 17.45 Uhr
Seminarraum Neue Theorie

Input von Dietrich Stauffer

Laut der Studie des internationalen Verbundes Oxfam vom Anfang dieses Jahres wissen wir, dass 8 Männer so viel wie die ärmere  Hälfte der Weltbevölkerung besitzen. Diese ärgerliche Entwicklung legt die Annahme nahe, dass wir in einer Welt leben, die immer ungleicher wird.

Im Seminar wollen wir aufbauend u.a. auf der Analyse von Thomas Piketty die Situation in Deutschland nicht nur analysieren, sondern auch die Möglichkeit eines Steuersystems, das der Mehrheit dient, diskutieren.

Dabei wollen wir auch diskutieren, ob bestimmte Methoden, die seit Langem in der Physik entwickelt werden, (z.B. zur Analyse von Stabilität und Kritikalität) zum Verständnis volkswirtschaftlicher Zusammenhänge nützlich sein können.

 

Gegen Studiengebühren: Stellungnahme, Kundgebung, Öffentliche Senatssitzung

Kundgebung: Mi., 26.7., 12.30–13.00 Uhr, Albertus-Magnus-Platz
anschließend:
Öffentliche Senatssitzung mit Debatte über eine Stellungnahme der Universität gegen die geplanten Gebühren


Stellungnahme der Teilnehmer*innen der Fachschaftenkonferenz der Universität zu Köln am 19.7.2017

2010 wurden die Studiengebühren in NRW aufgrund der Proteste der Studierendenschaft für das im UN-Sozialpakt verbriefte Recht aller auf freie Bildung nach weniger als einer Legislaturperiode wieder abgeschafft. Die neue Landesregierung plant nun, Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen in Höhe von 1500 € pro Semester einzuführen.

Wir lehnen Studiengebühren in jeder Form ab. Weiterlesen

Hörsaalkino: G20 – Und jetzt?

Der G20-Gipfel hinterlässt bei vielen Menschen Ratlosigkeit:
Was bedeuten die Ereignisse für zukünftige Proteste in Deutschland und
europaweit?

Darüber wollen wir an Hand von zwei Filmen mit euch diskutieren:

Donnerstag, 20.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt. Der Film zeigt die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.

 

Dienstag, 25.07., 19 Uhr
Hörsaal III (Physikalische Institute)

Ein deutscher Dokumentarfilm von 1967 über den Staatsbesuch des Schah-Ehepaars Mohammad Reza Pahlavi und Farah Diba in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Staatsbesuch führte bei der Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin zu polizeilichen Ausschreitungen gegen Demonstranten, in deren Verlauf der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen wurde.

 

Physik & Ethik: Physik und gesellschaftliche Verantwortung

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Montag, 10.7., 17.45 Uhr
Seminarraum Neue Theorie

Input von Jürgen Altmann (Physiker und Friedensforscher an der TU Dortmund)

Die klassische Vorstellung, Physiker/innen erforschten ja nur Grundlagen und seien für technische Anwendungen und deren Konsequenzen nicht mehr zuständig, lässt sich spätestens seit der Atombombe, aber auch mit dem Klimawandel, nicht mehr aufrechterhalten. Verantwortung besteht auf verschiedenen Ebenen; sie wahrzunehmen, braucht sowohl Faktenwissen als auch Orientierungswissen. Das erstere liegt uns nahe, das letztere muss in einem gesellschaftlichen Diskurs erarbeitet werden und entwickelt sich über die Zeit. Naturwissenschaftler/innen sollten darin eine wichtige, aber nicht die führende Rolle spielen. Physiker/innen sollten zunächst die möglichen Folgen ihrer je eigenen Facharbeit im Blick haben, aber sich auch mit den allgemeinen Problemen der technischen Zivilisation beschäftigen; Verantwortungsfragen sollten systematisch in die Lehre aufgenommen werden. Der Vortrag behandelt das Themenfeld an Hand verschiedener militärischer sowie ziviler Fallbeispiele.